Schneeschuhwandern und Fotografieren auf dem Pirschling und Schönkahler (23.1.22)

Der Berg

Der Pirschling (1634) und Schönkahler (1688) sind zwei Gipfel im Tannheimer Tal. Prinzipiell ist die Besteigung der beiden Berge recht überschaubar, allerdings bin ich im tiefsten Schnee im Januar gestartet, somit war die Tour tatsächlich aufwendig und lohnenswert.

Gewählte Route

Die Idee für die Tour hatte ich aus dem Buch Winterwandern Allgäuer Alpen. Rother Buchverlag (Route Nr. 38).

Hier die durchgeführte Route als Komoot Link

Die Tour startet in Zöblen im Tannheimer Tal. Am Ortseingang befindet sich ein Parkplatz direkt an der Langlaufloipe. Von dort geht es zuerst langweilige 200hm zum Gasthof Zugspitzblick hoch und dann recht straight forward zu den beiden Gipfeln.
Der Rückweg der Route war der gleiche Weg wie zuvor hoch.
Insgesamt war die Tour hin und zurück etwa 14km und 600hm.

Fotografische Ziele der Wanderung

Da es den Tag vor der Wanderung frisch geschneit hatte, wollte ich unbedingt vollständig unberührte Schneelandschaften Aufnehmen. Auch war es das Ziel den Sonnenaufgang oben auf dem Berg aufzunehmen. Am besten in Kombination mit etwas Nebel im Tal.

Equipment für die Landschaftsfotografie

Die Wahl des Fotoequiment war ein gezielter Kompromiss aus Gewicht und Flexibilität. Vor allem das 100-400mm Objektiv habe ich den Bergen gerne dabei. Auch ein Stativ musste ich mitnehmen, da ich so früh morgens unterwegs war. Somit hatte ich für die Wanderung eingepackt:

Kamera: Sony a7RIV

Objektive:
- Sony SEL ZEISS Vario-Tessar T 16-35mm 1:4 FE ZA OSS
- Sigma 28-70mm f2,8 DG DN (C) für Sony-E
- Sigma 100-400mm f5-6,3 DG DN OS (C) Sony-E

Stativ: 3 legged Thing Punks Billy

Anfahrt und Begin des Aufstiegs

Gestartet bin ich am 23.1.22 morgens um 5 Uhr aus Ulm. Der Wetterbericht hat vermuten lassen, dass die Chance besteht, dass im Tal Nebel sei. Nach etwa 1 Stunde und 30 Minuten Autofahrt kam ich in Zölben am Wanderparkplatz an.

Wie gehofft war im Tal zumindest Nebel. Fragte sich nur, ob die Gipfel auch im Nebel seien, oder ob oben freie Sicht sei.

Der erste Abschnitt der Wanderung waren leider zähe 40 Minuten geräumte Straße, bis zum Alpengasthof Zugspitzblick, hoch wandern.

Anlegen der Schneeschuhe und Start in die Winterwelt

Nachdem der Gasthof passiert war, wurde der Schnee direkt knietief und ich habe die Schneeschuhe angelegt. Auch war es zu diesem Zeitpunkt noch so dunkel, dass ich eine Stirnlampe benötigt habe.

Der weitere Aufstieg zum ersten Gipfel, dem Pirschling, war ohne große Schwierigkeiten. Währenddessen stieg die Sonne über den Horizont und es ergaben sich einige schöne Fotomotive.    

  • Untitled photo
  • Untitled photo
  • Untitled photo
  • Untitled photo

In der direkten Zeit nach dem Aufgehen der Sonne war ich permanent am oberen Rand des Nebels. Jeder weitere Meter, den ich zum Gipfel aufstieg, stieg der Nebel auch weiter auf, bis ich schließlich auf dem Prischling oben aus dem Nebel heraus kam.

Untitled photo
Untitled photo
  • Untitled photo
  • Untitled photo
  • Untitled photo
  • Untitled photo

Im weiteren Verlauf zum nächsten Gipfel, dem Schönkahler, zog der Nebel weiter zu. Als ich auf dem Gipfel ankam, war ich wieder am oberen Rand des Nebels. Es ergab sich ein mir unbekanntes Wetterphänomen. Ein Regenbogen, der sich im Tal gebildet hat und durch den Nebel und die Sonne verursacht wurde.

Untitled photo

Abstieg

Der Abstieg war die identische Route wie zuvor der Hinweg. Dadurch gab es hier  wenig Überraschungen und Möglichkeiten, für Bilder, die auf dem Aufstieg nicht möglich waren. Allerdings hatte der Nebel noch ein weiteres bisschen zugezogen und ich fand noch ein paar Motive.

Alles in allem hatte ich selten, wenn überhaupt jemals, eine Fotowanderung die so ertragreich war.

Zum Abstieg war es ein bisschen mühsam mit Schneeschuhen. Tourenski hätten hier sicherlich deutlich mehr Spaß gebracht.

Untitled photo
Untitled photo
Untitled photo
  • No Comments
Powered by SmugMug Owner Log In